Das Weiß zerrissenen Papiers - Erzählung von Daniel Mylow
Daniel Mylows Erzählband ist eine poetische Entdeckungsreise ins Leben vergessener oder dem Blick der Öffentlichkeit entrückter Dichter.
Indem Daniel Mylow einerseits eng an den realen Biografien der historischen Persönlichkeiten bleibt, andererseits mit einer subtilen, bildstarken Sprache literarisiert, macht er „Das Weiß zerrissenen Papiers“ zum dichten Abbild markanter Existenzen. Mit Blick auf Christian Dietrich Grabbe, Wilhelm Waiblinger, Jacob Picard, Hans Bernhard Schiff (und weitere) entwickelt Mylow einen Zeitbogen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Als Brennpunkte aller Lebensläufe erscheinen die existentielle Notwendigkeit von Dichten und Schreiben in dürftiger Zeit und der Kampf gegen Ausgrenzung, Verschwinden und Vergessen. Der mit Radierungen von Walter Rockenbauch ausgestattete Erzählband ist eine empfindsame Annäherung an Menschen, die gegen äußere Zwänge ein Leben in Ästhetik und Freiheit suchten.
»Daniel Mylow ist ein großer Erzähler: weil er große Stoffe bewegt, atmosphärisch dicht zu erzählen vermag und zu dem, was er erzählt, den passenden Ton findet, den richtigen Rhythmus, die Form.« (Kurt Drawert)
Im Anschluss an die Veranstaltung lädt das Jüdische Museum zu Diskussion, Austausch und einem kleinen Apéro ein. Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen.