Vortrag zum Kriegsende 1945
Referent: Prof. Dr. Jürgen Klöckler
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Konstanz vollkommen untypisch für das militärisch geschlagene Deutsche Reich, nämlich weitgehend unblutig. Der Referent schildert die Endphase des Zweiten Weltkriegs, den alliierten Luftkrieg, der die Stadt verschonte, die geplante Verlagerung von Rüstungsindustrie und schließlich die kampflose französische Besatzung vom 26. April 1945. Der Blick wird geweitet auf die Anfänge der im kollektiven Gedächtnis als „düster“ eingebrannten Besatzungszeit, die sich in Form von Hunger und allgegenwärtigem Mangel und äußerlich durch ständige Paraden derBesatzungstruppen inder Stadt bemerkbar machte. Mit den befreiten ehemaligen französischen KZ-Häftlingen auf der Mainau und der Reichenau erreichten die Schrecken des NS-Regimes im Frühsommer 1945 auch den idyllischen westlichen Bodenseeraum.